Freie Auswahl – Chassis und Motoren
Bei den Formel-3-Rennserien handelt es sich um offene Motorsport-Klassen, in denen die Motoren sowie auch die Chassis frei wählbar sind. Anders als bei Markenpokalen, die eine Bühne ausschließlich für ein Produkt bieten, sind in den weltweit ausgeschriebenen Formel-3-Rennserien verschiedene Hersteller vertreten.
Nicht nur der sportliche Wettbewerb unter den Teams und Fahrern bildet demnach im Formel-3-Sport den Reiz, sondern auch der technische Bereich. Wer hier nicht das für ihn optimale Paket geschnürt hat, kommt für Spitzenplatzierungen kaum in Frage.
Die Chassis werden laut Motorsport-Weltverband FIA immer für einen Zeitraum von drei Jahren konstruiert. Die Grundkonstruktion darf zur neuen Saison lediglich durch ein Up-date verbessert werden. Im ATS Formel-3-Cup sind derzeit die Chassis-Baureihen ab 1999 erlaubt. Während die Baureihe 1999 bis 2001 so gut wie nicht mehr zum Einsatz kommt, sind die Baureihen 2002 bis 2004 und 2005 bis 2007 ein Drittel zu zwei Drittel vertreten. Für die Baureihen bis einschließlich 2004 wurde die zusätzliche Wertung ATS Formel-3-Trophy geschaffen.
Dallara ist seit einigen Jahren die unumwundene Macht im Formel-3-Sport. Nahezu alle internationalen Teams vertrauen auf die Konstruktion aus Italien. Während beispielsweise in der Formel-3-Euroserie ausschließlich Dallara-Chassis zum Einsatz kommen, sind im ATS Formel-3-Cup auch andere Marken wie Lola (England) oder Mygalle (Frankreich) am Start.
Die Chassis werden als Monocoque aus einem Kohlefaserverbundmaterial in Sandwich-Bauweise gefertigt. Das Mindestgewicht liegt bei 550 Kilogramm, das inklusive des Fahrers überprüft wird. Einstellbare Front- und Heckflügel sowie die ausgeklügelte Aerodynamik erlauben sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten.
Auch die Motoren sind frei wählbar. Sie müssen allerdings aus der Großserie des Automobilbaus stammen und von der FIA homologiert sein. Es kommen ausschließlich Hubkolbenmotoren mit maximal vier Zylinder zum Einsatz. Das klassische Merkmahl eines Formel-3-Motors ist der gut sichtbare Luftmengenbegrenzer (Aerrestriktor). Die Öffnung, durch die sämtliche Ansaugluft zum Motor fließen muss, hat einen Durchmesser von lediglich 26-Millimetern.
Im ATS Formel-3-Cup kommt eine Vielzahl von Triebwerken zum Einsatz: Mercedes, Mugen-Honda, Opel, OPC-Challenge, Renault oder Volkswagen. Die Motoren treiben über ein sequenziell zu schaltendes Sechs-Gang-Getriebe die Hinterräder an.







